Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie haben wir uns überlegt, wie wir die Kreativität der Lüneburger*innen anregen und gleichzeitig das Bewusstsein für ökologische Problemstellungen steigern können. Im Rahmen eines Wettbewerbes konnten uns bis zum 20.04.2020 Kunstwerke zum Thema Artenvielfalt über unsere Sozialen Medien zugeschickt werden. Das Gewinnerbild von Haji Dahar wurde anschließend im Museum und der KulturBäckerei Lüneburg öffentlich ausgestellt. Ein Freiticket zum Szenario-Festival gab´s natürlich auch zu gewinnen.

Dies war der Ausschreibungstext:

Und so hat’s funktioniert:

Jede*r kann teilnehmen und hat die Gelegenheit, die eigene Kunst zu präsentieren. Fotografiere dein Kunstwerk, poste es und markiere uns darauf auf Instagram oder Facebook bis zum 20.04.2020. Unsere drei Favoriten werden danach auf unseren Kanälen hochgeladen. Das Bild, das auf unseren Kanälen anschließend innerhalb von 72h insgesamt die meisten Likes bekommen hat, gewinnt.

Das gab es zu gewinnen:

Das Gewinnerbild wird mit deinem Namen auf unserem kommenden Festival für Darstellende Künste im Museum Lüneburg prominent ausgestellt und neues Titelbild unserer Facebook-Seite! Außerdem gibt’s für den/die Gewinner*in ein Freiticket fürs ganze Festivalwochenende! Darüber hinaus wird dein Bild Teil der Gemeinschaftsausstellung „Hope Spots – Räume der Vielfalt“ von Kreativen aus der KulturBäckerei Lüneburg sein, die während dem 13.09. (Vernissage) bis zum 27.09.2020 stattfindet.

Und dies war die Top Drei (Texte von links nach rechts):

1. „Ich heiße Haji Dahar und komme aus dem Irak. Als ich vor fast drei Jahren nach Deutschland kam, nutzte ich meine Freizeit, um Zeichnen zu lernen. Ich versuche, meine Gedanken zu verschiedenen Themen wie dem Schutz der Natur auf Papier zu zeichnen. Dieses Bild bedeutet für mich, dass die Natur Teil unserer Seele ist und wir sie schätzen und bewahren müssen.“

2. „Ich heiße Jelke, studiere Umweltwissenschaften an der Leuphana im 2. Semester. Ich zeichne sehr gerne, bin gern aktivistisch unterwegs und fand eure Idee eines Kunstwettbewerbs zum Thema Artenvielfalt sehr cool. Das Bild ist entstanden, als ich mir Gedanken über heutige Fridays for Future Bewegungen gemacht habe. Pacman steht für die Sonne und soll die Klimaerwärmung symbolisieren, welche nach und nach alle Arten „zerstört“. Der Erwachsene, symbolisch für die Menschheit, ist am Schluss der Artenvielfalt-Kette und wird früher oder später auch vom Pacman/der Klimaerwärmung zerstört. Er ist aber selber schuld; beziehungsweise verantwortlich. Nicht nur für seine eigene Bedrohung aber auch für alle anderen Lebensarten, da er am Computer den Pacman steuert. Hinter dem Erwachsenen ist ein Kind, welches symbolisch für Fridays For Future stehen könnte. Es versucht den Stecker zu ziehen und so die Zerstörung der Artenvielfalt und der eigenen Existenz aufzuhalten. Das Bild kann natürlich von jedem/jeder unterschiedlich interpretiert werden. Es ist einfach eine mögliche Sichtweise, vereinfacht dargestellt, und kann zum Nachdenken über die Verantwortlichkeit in der Klimakrise anregen.“

3. „Ich bin Nicole Bardtke, fast 32 Jahre alt, verheiratet und wohne in Häcklingen. Als gelernte Erzieherin, aktuelle Krippenleitung und Hobbyillustratorin, habe ich im Februar das Bilderbuch „Ich glaub‘, ich weiß wo du bist“ gemeinsam mit meinem Mann veröffentlicht. Wir haben auch einen kleinen Naturgarten, den wir versuchen so umweltfreundlich und tierfreundlich wie möglich zu gestalten. Wir freuen uns über jedes Lebewesen und jede Pflanze die ihren Weg in unseren Garten suchen 🙂 Bei meinem Werk „Die Utopie der Gärten“ steht die Methode im Vordergrund nicht das Ergebnis. Das Resultat ist komplett kompostierbar. Handgeschöpftes Papier aus Altpapier bemalt mit selbsthergestellten Farben aus Naturprodukten, wie Heidelbeeren und Gras und Lebensmittelfarben, zeigen die Vielfalt, die Gärten bieten können. Wenn jeder Eigentümer seine Grünfläche bewusst nutzt, könnte der Erhalt der Artenvielfalt möglich werden. Alles sollte wiederverwendbar sein und vor dem Nutzen sollte man sich Gedanken darum machen, was damit passiert, wenn man es nicht mehr braucht. Im Papier dieses Bildes sind Samen eingearbeitet. Pflanzt man es ein, wächst mit Glück eine Blumenwiese daraus.“